VertreterDialoge

Eine Auswahl von Fragen und Antworten aus den Wahlbezirken

Im Februar und März 2018 fanden in beiden Volksbanken in den jeweiligen Teilmärkten VertreterDialoge statt, in denen sich die Vorstände den Fragen der gewählten Mitgliedervertreter stellten. Alle Vertreterinnen und Vertreter waren zu diesen Informationsgesprächen geladen worden, um die Gedanken und Fragen der Genossenschaftsmitglieder an den Vorstand heranzuführen. Natürlich informierten die Vorstände beider Banken die interessierten Anwesenden über die Beweggründe, die Hintergründe und den Stand der Fusionsgespräche.

Wir haben für Sie einige Fragen aus den VertreterDialogen zusammengestellt und wollen Ihnen die Antworten der Vorstände oder der Aufsichtsratsvorsitzenden nicht vorenthalten.

Fragen und Antworten aus den VertreterDialogen

Liegt in der unterschiedlichen Eigenmittelausstattung der beiden Institute einer der Gründe für die Fusion? Wie stellt sich die Ertragslage im Vergleich dar?

Die Geschäftsführung stellt für beide Häuser die gute und solide Eigenkapitalausstattung heraus. Beide Häuser agieren aus einer Position der wirtschaftlichen Unabhängigkeit, ohne betriebswirtschaftliche bzw. regulatorische Zwänge. Die Eigenkapitalquote zeigt für die Volksbank Siegerland eG eine leicht bessere Relation als für die Volksbank im Märkischen Kreis eG. Aktuell, auf Basis 2017, ergibt sich für die Volksbank im Märkischen Kreis eG eine etwas bessere Ertragslage. Die Planergebnisse zeigen in isolierter Betrachtung für beide Institute einen positiven Ergebnisausblick, der in der Aggregation eine nochmalige Verbesserung durch unterstellte Synergien erfährt.

Wer stellt den Aufsichtsratsvorsitzenden und wie setzt sich zukünftig der Aufsichtsrat zusammen?

Die Aufsichtsräte befinden sich wie die Vorstände in intensiven Diskussionen, die wertschätzend und auf Augenhöhe stattfinden. Die neue Besetzung wird paritätisch erfolgen. Jeder Aufsichtsrat der Vorgängerinstitute stellt jeweils sieben Mitglieder für das neue Gremium. Darüber hinaus werden sieben Vertreter der Arbeitnehmerseite in den neuen Aufsichtsrat gewählt werden (Drittelbeteiligungsgesetz). Das Vorschlagsrecht für den Aufsichtsratsvorsitz steht für das erste Jahr nach der Fusion den Aufsichtsratsmitgliedern der Volksbank im Märkischen Kreis eG und im zweiten Jahr den Aufsichtsratsmitgliedern aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank Siegerland eG zu.

Wo sollen zukünftig die Vertreterversammlungen durchgeführt werden? Wann wird die Vertreterversammlung neu gewählt?

Angedacht ist eine abwechselnde Ausrichtung der Versammlungen in den bisherigen Geschäftsgebieten der Institute. Neben der größeren Teilnehmerzahl (etwa 486 Vertreterinnen und Vertreter) gehen damit natürlich jeweils längere Fahrzeiten einher.

Eigentlich wäre für die Volksbank Siegerland eG die Neuwahl der Vertreterversammlung in Umsetzung. Die Möglichkeit mit der bestehenden Vertreterversammlung noch bis zur Verschmelzungsversammlung zu agieren, wurde durch beratende Juristen als gangbarer Weg aufgezeigt. Vor diesem Hintergrund hat man darauf verzichtet, die Vertreterversammlung der Volksbank Siegerland eG neu zu wählen, nur um diese dann unmittelbar im Anschluss in der Vertreterversammlung als Organ der Genossenschaft abzuschaffen. Die Neuwahl der Vertreterversammlung für das fusionierte Institut soll im Frühjahr 2019 stattfinden und wird Repräsentanten aus beiden Gebieten der ehemals selbstständigen Banken vorsehen.

Wie sieht das neue Standortkonzept aus und wie verhält es sich mit Filialschließungen? Bleiben die Ansprechpartner vor Ort den Kunden erhalten?

Die Ansprechpartner für die Kunden vor Ort bleiben erhalten. Denn auch für die Zukunft ist die Kundennähe maßgeblich - daher sind auch keine fusionsbedingten Filialschließungen geplant. Die Beschäftigung mit der Auslastung der Filialen im Rahmen des Standortkonzepts ist im Moment in den Hintergrund getreten, bleibt aber permanente Aufgabe. Eine herausfordernde Situation stellt die sinnhafte Verknüpfung der digitalen mit der analogen Welt dar. Der Entwicklung der Kundenfrequenzen in unseren Filialen schenken wir weiterhin hohe Aufmerksamkeit.

Wird es eine paritätische Bildung des Vorstandes beider Banken geben?

Nach einer Übergangszeit wird es keine zwei Banken mehr geben - es entsteht eine neue Bank. Vor diesem Hintergrund ist es nicht wichtig, aus welchem Haus die Vorstände stammen. Wobei der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern bestehen muss. Aufgrund der geplanten Aufgabenverteilung ist der Vorstand gut aufgestellt. Nach dem Ausscheiden von Herrn Kaufmann im Oktober 2019 ist zukünftig ein Dreiergremium vorgesehen.

Wie entwickelt sich die Mitbestimmungskultur weiter? Wie können zukünftig Regionalbeiräte aussehen?

Regionalbeiräte, wie sie bei der Volksbank im Märkischen Kreis eG bereits existieren, sind für die Volksbank Siegerland eG ein neues Instrument der Kundenbeteiligung. Die Regionalbeiräte sind kein satzungsgemäßes Organ der Genossenschaft und stellen daher keine zusätzliche Vertretung der Eigentümer dar. Eine Ausarbeitung des Prozederes zu Auswahl und Ausgestaltung findet nach Fusionsbeschluss statt.

Ist mit fusionsbedingten Kündigungen zu rechnen?

Die Vorstandsmitglieder stellten heraus, dass fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind. Durch natürliche Fluktuation (insbesondere altersbedingt) wird es in den nächsten Jahren einen durchaus beachtlichen Abbau des Personalbestandes geben, den wir durch eine fusionsbedingte Optimierung unserer Geschäftsprozesse verkraften können und der uns dennoch weiteren Spielraum für unsere Wachstumsstrategie belässt.

Probevotum

In jeder Veranstaltung der VertreterDialoge fragten die Vorstände die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter bezüglich deren Einschätzung zu dem Fusionsvorhaben. In ausnahmslos allen Veranstaltungen fand die Fortführung des Fusionsvorhabens eine breite, fast einstimmige Zustimmung.

Die Vorstände stellten heraus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank, sowie die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat als Ansprechpartner für Fragen im Rahmen der Fusion zur Verfügung stehen.