Volksbank im 100. Geschäftsjahr bei Kunden hoch im (Erfolgs-)Kurs

Kreditwachstum ungebrochen hoch – Bilanzsumme steigt auf über 2 Mrd. Euro

Südlicher MK / Lüdenscheid, 2. Februar 2018 Das 100. Geschäftsjahr der Volksbank im Märkischen Kreis war ein sehr erfolgreiches: Im Kreditgeschäft ist man dank hoher Nachfrage erneut überdurchschnittlich gewachsen und die Bilanzsumme stieg erstmals auf über 2 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach Wertpapieranlangen, Immobilien und im Auslandsgeschäft stieg deutlich. Das Zins- und Provisionsergebnis entwickelte sich ebenfalls positiv. Zudem war die Bank mit vielen Veranstaltungen und Angeboten vor Ort unterwegs. Das regionale Engagement in Form von Spenden und Sponsoring stieg im Jubiläumsjahr.

Wären da nicht die anhaltend dunklen Wolken am „Zins- und Regulatorik-Horizont“ könnten Karl-Michael Dommes und Roland Krebs zwar noch entspannter auf das Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. Der Vorstand der Volksbank im Märkischen Kreis wollte sich jedoch im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Freitag die Freude über ein sehr gutes Ergebnis des 100. Geschäftsjahres der Bank nicht allzu sehr trüben lassen: „Es ist uns nachhaltig genossenschaftlich unter weiterhin schwierigen Bedingungen gelungen, zu wachsen und ein sehr erfreuliches Ergebnis zu erwirtschaften“, eröffnete Vorstandssprecher Dommes die Pressekonferenz.

Das bereits in den Vorjahren überdurchschnittliche Kreditwachstum hat sich bei der Volksbank auch in 2017 fortgesetzt. Unternehmen und Baufinanzierungskunden nutzten das Zinsniveau und die positive Wirtschaftslage umfangreich für Investitionen und sorgten bei der Volksbank für ein Kreditwachstum von 7,44 %. Das Einlagenwachstum zeigte sich mit 0,8 % überschaubar, sei aber in der derzeitigen Zinsphase sowohl für Kunden als auch Bank der richtige Trend. Dommes: „Einlagen, die wir nicht im Kreditgeschäft herausgeben können, sind für uns aufgrund von Negativzinsen tendenziell defizitär und für den Anleger gibt es außerdem unter Renditegesichtspunkten deutlich bessere Alternativen.“ Besonders erfreulich sei daher, dass der Trend zur Wertpapieranlage in 2017 deutlich stärker zu spüren war, als in den Vorjahren. Hierbei waren das Aktiengeschäft als auch Sparpläne in Investmentfonds – jeweils mit einem Plus von über 10 % - deutlich gefragt. Die Anzahl der Kundendepots stieg bei der Volksbank um rund 330 Stück. Im Ergebnis stieg die Bilanzsumme der Bank um 5,3 % auf erstmals über 2 Milliarden Euro: „Dass wir diese Marke ausgerechnet in unserem 100. Jahr überschritten haben, freut uns sehr. Ist es doch ein klares Zeichen für das uns entgegengebrachte Vertrauen und den Bedarf an genossenschaftlichem Bankgeschäft“, betont Dommes.

Und auch der Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Jubiläumsjahres stellt die Vorstände sehr zufrieden: Der zuletzt noch rückläufige Zinsüberschuss nahm in 2017 um 2,8 % zu, das Provisionsergebnis legte um 10 % auf über 12 Mio. Euro zu. Letzteres ist insbesondere auf die deutlich gestiegene Nachfrage im Wertpapiergeschäft zurückzuführen. Aber die Volksbank konnte unter anderem auch in der Immobilienvermittlung, dem Auslandsgeschäft und dem Zahlungsverkehr punkten. „Im Auslandsgeschäft spüren wir eine stetig erhöhte Nachfrage unserer mittelständischen Kunden, die uns zunehmend Unterstützung im grenzüberschreitenden Geschäft abverlangen“, so Vorstand Krebs, der die bereits vor vielen Jahren getroffene Entscheidung der Bank, dafür weiterhin ein eigenes Team einzusetzen, deutlich bestätigt sieht. Und die Möglichkeiten der zunehmenden Spezialisierung verfolgt die Volksbank weiter – so zuletzt erfolgreich im Bereich der Projektfinanzierungen. Krebs: „Die Anforderungen der mittelständischen Klientel, die selbst auf Wachstumskurs ist - steigen stetig. Die zurückliegenden Fusionen und das seitdem erreichte Wachstum hat es uns jedoch ermöglicht, mit diesen Anforderungen zu wachsen und heute ein starker Partner des Mittelstandes zu sein.“

Die Maßnahmen des in den vergangenen Jahren betriebenen aktiven Kostenmanagements sorgten 2017 außerdem für moderat sinkende Kosten, die sich zusätzlich positiv auf das Ergebnis auswirken. Hieraus plant die Volksbank – vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Vertreterversammlung Ende Mai – eine Dividende in Höhe von 3,5 % an ihre rund 38.500 Mitglieder auszuschütten. „Damit sollen unsere Eigentümer am sehr guten Ergebnis unseres Jubiläums-Geschäftsjahres beteiligt werden“, stellt Dommes eine um 0,5 %-Punkte erhöhte Dividende gegenüber dem Vorjahr in Aussicht.

Im Rückblick auf das 100. Geschäftsjahr ist man bei der Volksbank überzeugt, Tradition und Moderne im genossenschaftlichen Sinn gut „unter einen Hut“ zu bringen: „In vielen Bereichen ist mittlerweile die Kombination aus persönlicher Nähe und digitaler Nähe fester Bestandteil unseres Erfolges“, skizziert Dommes. Während der Erfolg im Kreditgeschäft, der Geldanlage oder auch der Altersvorsorge insbesondere auf die persönliche Beratungsqualität zurückzuführen ist, nimmt die digitale Leistungsinanspruchnahme vor allem rund um das Konto rasant zu. So verzeichnete die Volksbank in der App-Nutzung im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 46 % und die Zugriffe auf das Online-Banking über mobile Geräte wie Smartphone und Tablet stiegen um 38 %. Auch in der Spenden- und Sponsoringtätigkeit setzt man auf diese Kombination: „Unsere Crowdfunding-Plattform hat unsere Spendenaktivitäten auf ein digitales Level geho-ben, während wir auf der anderen Seite seit 2017 auch gemeinsam mit unseren Regionalbeiräten ganz persönlich darüber entscheiden, welche Projekte und Vereine wir in der Region unterstützen“, beschreibt Dommes sein Verständnis des Spagats zwischen persönlich und digital, das gleichermaßen für das Bankgeschäft gilt.

Ein Verständnis, das die Bankvorstände auch mit Blick auf besondere Planungen für das Jahr 2018 antreibt: Ab Februar 2018 tritt die Volksbank zu den angekündigten Fusionsüberlegungen mit der Volksbank Siegerland eG in einen intensiven Dialog mit ihren Mitglieder-Vertretern, die im Mai über einen Zusammenschluss der beiden Volksbanken entscheiden werden. „Wir sind davon überzeugt, gute Ideen und gute Argumente für unsere Fusionsüberlegungen zu haben und werden diese unseren Vertretern ausgiebig vorstellen und darüber diskutieren. Wir wissen heute jedoch bereits eines sicher: Sollte es zur geplanten Fusion kommen, können wir unsere digitale Nähe deutlich verstärken, die persönliche Nähe wird aber klar weiter im Fokus unserer Tätigkeiten stehen“, erteilt Dommes allen Unkenrufen zum Rückgang der persönlichen Nähe eine klare Absage.

Vorstand Roland Krebs (l.), Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes (r.)