Fusion zur zukünftig größten Volksbank in Südwestfalen

Volksbank-Vertreter in Lüdenscheid und Siegen sagen „Ja“ zur Fusion

Lüdenscheid, 30. Mai 2018. Der Vorstand der Volksbank im Märkischen Kreis eG berichtete im Kulturhaus Lüdenscheid vor den Mitglieder-Vertretern über das gute Geschäftsjahr 2017 und den Jahresabschluss der Volksbank. Nachdem die Vertreter/ innen der Volksbank Siegerland bereits am Montagabend für eine Fusion zur Volksbank in Südwestfalen eG gestimmt haben, wurde auch in Lüdenscheid die Abstimmung von allen Beteiligten mit großer Spannung erwartet.

Mit einer Mehrheit von 99,2 % haben die Eigentümer-Vertreter der Volksbank im Märkischen
Kreis am gestrigen Dienstagabend bei der Vertreterversammlung im Kulturhaus Lüdenscheid der Fusion mit der Volksbank Siegerland eG zugestimmt. Aufsichtsratsvorsitzender und Versammlungsleiter Uwe Hell führte die Vertreter dabei durch eine umfangreiche Tagesordnung und unterstrich aus Sicht des Aufsichtsgremiums deutlich, dass der vorgeschlagene Fusionsweg der richtige Schritt in die Zukunft der Volksbank sei. Bereits einen Tag zuvor, am Montagabend, gaben die Vertreter in Siegen mit 99,5 % der Stimmen grünes Licht für die Verschmelzung. Aufgrund der positiven Beschlussfassungen können beide Häuser nun rückwirkend zum 1. Januar 2018 als „Volksbank in Südwestfalen eG“ ein gemeinsames Institut bilden. Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes freute sich sichtlich über die Entscheidung: „Wir sehen in der starken Wirtschaftsregion Südwestfalen das Potenzial für eine starke Genossenschaftsbank. Deshalb freuen wir uns sehr, dass unsere Vertreter für die Regionen Märkischer Kreis, Marienheide und Siegerland heute den Weg frei gemacht haben.“

Das Geschäftsgebiet der fusionierten Bank reicht zukünftig von Burbach im Süden bis Balve im Norden und von Hilchenbach im Osten bis Halver im Westen – ausgenommen Kreis Olpe. Um die Belange der zukünftig über 72.800 Mitglieder und 162.000 Kunden kümmern sich mehr als 650 Mitarbeiter. „Beide Häuser haben sich aus der Position der Stärke zu diesem Schritt entschlossen“, betonte Dommes. Mit der neuen Größe der Bank kann den zentralen Zukunftsherausforderungen durch regulatorische Anforderungen, Niedrigzins, Demografie und Digitalisierung besser begegnet werden. Mitglieder und Kunden dürfen aber weiterhin eine Volksbank vor Ort erwarten. Als Genossenschaftsbank lebe man in der Region und von der Region. „Erfolgreich sind wir immer dann, wenn wir die Mentalität der Menschen berücksichtigen und unsere Berater über das persönliche Gespräch Zugang zu ihren Mitgliedern, Kunden und Noch-Nicht-Kunden finden.“
Die Fusionen der vergangenen Jahre hätten es bereits gezeigt und auch die aktuelle werde diese Philosophie weiter stärken. Dommes: „Qualifizierte Beratung, die Nähe zum Kunden, die Präsenz vor Ort und kurze Entscheidungswege – das sollen die Erfolgsfaktoren und das Fundament auch für das fusionierte Haus Volksbank in Südwestfalen sein.“ Geführt wird das neue Haus von vier bisherigen Vorständen: Karl-Michael Dommes (wohnhaft in Plettenberg), Roland Krebs (wohnhaft in Lüdenscheid), Norbert Kaufmann (Kirchhundem) sowie Jens Brinkmann (Siegen).

Die Sondierungsgespräche zwischen den Aufsichtsräten und Vorständen der übernehmenden
Volksbank im Märkischen Kreis eG und der Volksbank Siegerland als übergebendes Institut begannen im Spätsommer des vergangenen Jahres. Es folgten wichtige Meilensteine wie zum Beispiel die Vertreter-Dialoge im Frühjahr 2018, in denen ein intensiver Austausch mit den Eigentümer-Vertretern stattfand und auch bereits eine breite Unterstützung für das Vorhaben „Fusion“ signalisiert wurde. Danach habe man sich vollends in die Tiefen der Projektarbeit begeben und die Arbeiten vorangetrieben. „Für beide Banken, Volksbank im Märkischen Kreis und Volksbank Siegerland, ist die angestrebte Fusion der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt und vor allem mit dem richtigen Partner“, so Vorstandssprecher Dommes.

Die Bilanzsumme beträgt im fusionierten Institut rund 3,5 Mrd. Euro bei einem Gesamtkundenvolumen von rund 6,7 Mrd. Euro und Krediten an ihre Mitglieder und Kunden von
rund 1,95 Mrd. Euro. Zukünftig umfasst die Volksbank in Südwestfalen eG 39 Geschäftsstellen
und 41 SB-Standorte mit über 650 Mitarbeiter/innen. Die neue „Volksbank in Südwestfalen eG“ wird voraussichtlich Anfang Juli 2018 mit Eintragung in das Genossenschaftsregister aktiv werden, der technische Zusammenschluss beider Banken erfolgt Mitte Juli. Dabei ergeben sich für die Mitglieder und Kunden der Volksbank im Märkischen Kreis keine Änderungen der IBAN oder des BIC.

Dem Fusionsbeschluss vorangegangen war der Bericht der Volksbank über das zurückliegende
gute Geschäftsjahr 2017: Die Volksbank im Märkischen Kreis ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in allen Kundengeschäftsbereichen weiter gewachsen. Dommes erklärt: „Wir sehen darin den Lohn für unsere konsequente an den Kunden und der Realwirtschaft ausgerichtetes genossenschaftliches Geschäftsmodell.“ So ist die Bilanzsumme der Volksbank im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 2.077 Mio. Euro angestiegen. Die Entwicklung des Zinsüberschusses fiel in 2017 wieder deutlich positiver aus, als im Vorjahr, bleibt aber durch das niedrige Zinsniveau und durch den starken Wettbewerb belastet. Der Provisionsüberschuss stieg von 2016 zu 2017 um 10 Prozent auf rund 12 Mio. Euro. Die Kreditausleihungen erhöhten sich um 7,5 Prozent auf 1.330 Mio. Euro. Eine optimale Grundlage, damit die Geschäftskunden der Volksbank in ihre Zukunft investieren und innovative Geschäftsideen umsetzen können. Die Kundeneinlagen betrugen 1.393 Mio. Euro. Insgesamt kann für das vergangene Jahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 3,24 Mio. Euro ausgewiesen werden. Besonders erfreulich für die mehr als 38.400 Mitglieder der Bank: Auf dieser Grundlage kann die Volksbank eine um 0,5 Prozentpunkte erhöhte Dividende von insgesamt 3,5 Prozent ausschütten. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Geschäftsjahr 2017 fiel einstimmig aus.

Eckdaten zur Volksbank in Südwestfalen eG:
· über 72.800 Mitglieder (Volksbank im Märkischen Kreis: rund 38.400)
· rund 162.000 Kunden (Volksbank im Märkischen Kreis: rund 83.000)
· mehr als 650 Mitarbeiter (Volksbank im Märkischen Kreis: 373)
· 39 Filialen und 41 SB-Standorte (Volksbank im Märkischen Kreis: 17 Geschäftsstellen, 14 SB-Standorte)
· Juristisch sowie technisch aufnehmende Bank ist die Volksbank im Märkischen Kreis eG.
· Juristischer Sitz wird Siegen sein – die Bank wird zwei Hauptsitze in Lüdenscheid und Siegen führen, die gleichzeitig auch Vorstandssitze sind
· BIC und IBAN bleiben für die Kunden der Volksbank im Märkischen Kreis eG unverändert.


Mittelstandsbank – regional – zukunftsorientiert: „Volksbank in Südwestfalen eG“:
Die Vorstände der beteiligten Genossenschaften sehen in dem fusionierten Institut eine
Genossenschaftsbank mit Gestaltungsanspruch für die Wirtschaftsregion Südwestfalen.
Dabei sollen die regionale Identität sowie die Kundennähe der Bank auch nach der Fusion
erhalten bleiben. Die neue Institutsgröße wird eine Erweiterung des Leistungsspektrums
für die Kunden ermöglichen. Eine Leistungssteigerung soll dabei insbesondere durch weitere
Spezialisierung und Qualitätsverbesserungen erreicht werden. Darüber hinaus ist die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen einer der stärksten Treiber im Bereich der Kreditwirtschaft. Hier ermöglicht die Fusion die Umsetzung neuer Kundenlösungen und weiterer Spezialisierungen. Denn die Abwicklung der Bankgeschäfte ist nachweislich einem deutlichen Wandel unterlegen – der sich in den nächsten Jahren noch steigern wird. Hier ist es gut, wenn man als Bank den zukünftigen Weg selbst gestalten kann. Mit der Volksbank in Südwestfalen eG ist dazu ein wichtiger Schritt getan.

Gemeinsam das erste Mal vor dem neuen Logo der Volksbank in Südwestfalen eG : Vorstände und Aufsichtsräte der heutigen Volksbank im Märkischen Keris eG und der heutigen Volksbank Siegerland eG. Auf dem Bild (v.l.n.r.): Jens Brinkmann, Vorstand Volksbank Siegerland eG, Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher Volksbank im Märkischen Kreis eG, die Aufsichtsratsvorsitzenden Jochen Billich (Volksbank Siegerland eG) und Uwe Hell (Volksbank im Märkischen Kreis eG) sowie Norbert Kaufmann, Vorstandssprecher Volksbank Siegerland eG, und Roland Krebs, Vorstand Volksbank im Märkischen Kreis eG.

Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes.

Blick in den Saal.