Volksbank im Märkischen Kreis präsentiert den „Lagebericht Mittelstand 2017“

Stimmung mittelständischer Unternehmen weiter auf hohem Niveau

Lüdenscheid, Juli 2017 Nach der Unternehmensbefragung 2017 der Volksbank im Märkischen Kreis ist klar: Die Stimmung bei den mittelständischen Unternehmen in der Region ist auch im vierten Jahr in Folge auf einem hohen Niveau. Nach einem kleinen „Rücksetzer“ in der Beurteilung der aktuellen Lage und der Erwartungen für die Zukunft im Vorjahr hat sich das Stimmungsbarometer wieder verbessert. Die Stimmungsverbesserung wurde dabei insbesondere durch die Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe getrieben, aber auch im Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung auf.

95 Mittelständler aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank im Märkischen Kreis gaben bei der Online-Befragung ihre Einschätzung zur wirtschaftlichen Entwicklung und zu Erwartungen für die Zukunft ab. Die aktuelle Lage wird inzwischen von elf Prozent der Befragten mit „sehr gut“ beurteilt – zum Vergleich: Diese Topnote wurde vor einem Jahr nur von fünf Prozent vergeben. Wei-tere 73 Prozent sehen sich in einer guten Lage (2016: 75 Prozent). In einer schlechten Position befinden sich nach eigenen Angaben nur drei Prozent (2016: zwei Prozent). Die überwiegend gute Beurteilung der Geschäftslage ist zwar in allen Wirtschaftsbereichen und Größenklassen zu finden, aber wie schon vor einem Jahr schätzten größere Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten ihre Lage tendenziell etwas trüber ein.

Für den weiteren Jahresverlauf sind die Unternehmen aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank im Märkischen Kreis grundsätzlich zuversichtlich gestimmt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Anteil der Unternehmen, die eine Verschlechterung befürchten, sogar von zehn auf sieben Prozent ab. Die Mehrheit, immerhin 52 Prozent, erwartet einen weitgehend gleichbleibenden Geschäftsgang. Unverändert 38 Prozent setzen auf eine etwas verbesserte und drei Prozent (2016: ein Pro-zent) auf eine starke Aufhellung bei der Geschäftslage.

Während vor einem Jahr die Mehrheit der befragten Unternehmen noch von weitgehend unver-änderten Kosten berichteten, hat sich das Bild nun gedreht: 58 Prozent der Befragten mussten eine Kostensteigerung hinnehmen. Besonders betroffen war davon das Baugewerbe. Zumindest den Erwartungen für das nächste halbe Jahr nach, wird sich die Aufwärtsdynamik bei den Kosten nur leicht abschwächen. Die höhere Kostenbelastung spiegelt sich zum Teil bei den Absatzpreisen wider: Mit 24 Prozent wollen mehr Unternehmen ihre Preise anheben als dies noch vor einem Jahr der Fall war (13 Prozent). 67 Prozent gehen mit unveränderten Preisplanungen in die kommenden Monate.

Nur leichte Verschiebungen gab es gegenüber der letzten Volksbank-Befragung bei der Entwick-lung der Investitionsausgaben. Rund die Hälfte der Mittelständler hielt ihre Ausgaben im letzten Halbjahr stabil. Der Anteil der Unternehmen mit einer steigenden Investitionstätigkeit überwog mit 35 Prozent aber weiterhin spürbar die 15 Prozent der Unternehmen, die ihre Ausgaben für Investitionen kürzten. Für den weiteren Jahresverlauf zeichnet sich eine geringfügig zunehmende Investitionsfreude ab.

Das Beschäftigungswachstum bei den befragten mittelständischen Unternehmen blieb hoch. Mit 35 Prozent stockte ein ungewöhnlich großer Anteil der Unternehmen die Zahl der Beschäftigten auf – sieben Prozent mehr als letztes Jahr. Von neun auf 16 Prozent stieg allerdings im gleichen Ausmaß der Anteil der Unternehmen, die ihre Personaldecke kürzten. Bei knapp der Hälfte blieb die Beschäftigtenzahl im vergangenen Halbjahr konstant. Eine positive Beschäftigungsentwicklung zeigte sich vor allem im Baugewerbe und verarbeitenden Gewerbe, wo keines der befragten Unternehmen ihren Personalbestand reduzierte.

Bei der Frage nach den wichtigsten Problemfeldern ragt der Arbeitskräfte- beziehungsweise Facharbeitskräftemangel merklich heraus. Mittlerweile bezeichnen 60 Prozent der Unternehmen diesen Bereich als problematisch – 2016 waren es noch 47 Prozent. Für die Zukunft erwarten sogar 65 Prozent der Befragten einen entsprechenden Mangel. Außerdem empfinden die heimischen Unternehmen die Bürokratie weiter als Belastung, auch wenn sie 2016 52 Prozent und nun noch 45 Prozent als ein drängendes Problem bezeichnen.

Deutlich schwerer als im Vorjahr wiegt die Belastung des Mittelstands durch Rohstoff- und Materialkosten: Waren es 2016 noch 23 Prozent, so sind es heute 44 Prozent der Befragten, die dies als ein wichtiges Problemfeld bezeichnen. Bei den Energiekosten stiegen die Nennungen von 17 auf 32 Prozent.

Mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahl dieses Jahr sind die Befragten zuversichtlich nicht in einem zu großen Maße von den möglichen politischen Veränderungen abhängig zu sein. Von der Landesregierung wünschen sich viele Befragte eine Verbesserung der Infrastruktur – in Sachen Straßenbau und die Verbesserung der Datenverbindung. An die Bundesregierung geht der Wunsch, offene Märkte beizubehalten.

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