Festakt im Kaisergarten Neuenrade

Die Volksbank im Märkischen Kreis feiert 100 Jahre Erfolgsgeschichte

Neuenrade, 18. Dezember 2017 Die Volksbank im Märkischen Kreis eG feierte am vergangenen Samstag, eine Woche vor Weihnachten, ein rundes Jubiläum: Vor genau 100 Jahren wurde in Neuenrade der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt, die bis heute anhält. Grund genug, dieses besondere Jubiläum am Gründungsort Neuenrade mit rund 250 Gästen im festlich geschmückten Hotel Kaisergarten gebührend zu feiern. Moderiert wurde die Veranstaltung von der bekannten WDR-Moderatorin Anne Willmes. Für die musikalische Untermalung des Festakts sorgte das Märkische Jugendsinfonieorchester unter Leitung von Thomas Grote.

Genossenschaften galten bei ihrer Gründung als Kinder der Not. Gegründet wurden sie von den vermeintlichen Verlierern der wirtschaftlichen Entwicklung. Genau das trifft auch auf das erste Vorgängerinstitut der Volksbank im Märkischen Kreis, den Spar- und Darlehenskassenverein in Neuenrade zu, der im sogenannten Steckrübenwinter vor genau 100 Jahren am 16. Dezember 1917 gegründet wurde. Auch wenn der Start in einer schwierigen Zeit vollzogen wurde und die nachfolgenden Jahre und Jahrzehnte nicht minder leicht werden sollten, ist am Ende eine solide Bank entstanden. „Unsere Genossenschaftsbank war und ist erfolgreich – in teils schwierigen Zeiten“, weiß Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis, in seiner Laudatio zu berichten. Waren es doch gleich zwei Weltkriege, die Gleichschaltung unter den Nazis, eine Hyperinflation, zwei Währungsreformen und eine Währungsumstellung, die es zu überstehen galt. „Die Volksbank im Märkischen Kreis und ihre Vorgängerinstitute haben alle diese Herausforderungen gemeistert“, so der Vorstandssprecher. Ein Erfolgsgeheimnis sei, dass man stets das „Wir“ gelebt habe. Dommes: „Auch heute leben wir das "Wir" hier in unserer Volksbank: Mitglieder, Mitarbeiter und wir im Vorstand. Das ist unser Erfolgsmodell und wird es auch bleiben.“ In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Fusionen vollzogen worden, die allesamt mit der heutigen Volksbank im Märkischen Kreis münden. Und im kommenden Jahr stehe mit der Volksbank Siegerland eine weitere Verschmelzung an. „Sofern die Mitgliedervertreter uns grünes Licht geben“, so der Vorstandssprecher. Resümierend könne man aber sagen, dass man glücklich zurück auf die 100-jährige Geschichte der Bank blicke.

Uwe Hell, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank im Märkischen Kreis, betonte in seiner Festrede, dass zwei Weltkriege, zwei Währungsreformen und das spätere Wirtschaftswunder das Geschäft bis Ende der 60er Jahre prägten. „Ich denke, auch die damaligen Genera-tionen hatten erhebliche Sorgen und Nöte, die jeweiligen Banken über diese Zeit zu retten“, so Hell. Aus den eher ehrenamtlichen Organisationen wurden im Laufe der Zeit professionelle Strukturen mit Bankleitern, Rendanten oder Vorständen, weiß Hell und fragt sich: „Lag es an einer Art Wachstumstrank, der aus der Hönnequelle sprudelte, lag es an dem wunderbaren Weitblick vom Quittmannsturm in 525 Metern Höhe über dem Sauerland? Tatsache ist, dass ab Mitte der 60er Jahre die Entwicklung und die Ausweitung der Volks-bank Neuenrade rasanter verlief als bei den umliegenden Banken.“ Im nächsten Jahr werde man die Fusion mit der Volksbank Siegerland erörtern. „Eine Fusion auf Augenhöhe“, so Hell. Denn beide Banken könne man mit Sicherheit als gesund bezeichnen.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Thomas Ulrich von der DZ Bank, Ralf W. Bakey vom Genossenschaftsverband und Volksbank-Vorstand Roland Krebs die zukünftigen Herausforderungen, vor denen man stehe. Für Thomas Ulrich ist dies im besonderen Maße das Thema Digitalisierung, das vorangetrieben werden müsse. Für Ralf W. Barkey ist neben der Digitalisierung aber nach wie vor der direkte Kontakt zum Kunden auch in Zu-kunft ein wichtiger Pfeiler der Bank. Ähnlich sieht dies Volksbank-Vorstand Roland Krebs, dem es darum geht, den Spagat zwischen der Digitalisierung und dem direkten Kunden-kontakt vor Ort zu meistern.
Verliehen wurde im Rahmen des Festakts auch der Preis für Ehrenamt, Ideen, Verantwor-tung und Engagement in der Region (EIVER) mit einem Preisgeld von insgesamt 17.500 Euro. Den 1. Platz – und das hierfür ausgelobte Preisgeld von 10.000 Euro – teilen sich der Musikverein „Amicitia“ 1796 Garbeck und der Musikverein Affeln. Die Garbecker überzeugten die Jury mit ihrer Jugendausbildung und einer musikalischen Früherziehung für Schüler der örtlichen Grundschule. Der Musikverein Affeln setzt seinen Schwerpunkt in die Ausbil-dung der Kinder und Jugendlichen im Verein. Damit jedes Kind auch ein Instrument erlernen kann, fließt ein großer Teil der Einnahmen in die dortige Jugendarbeit. Den 2. und mit 5.000 Euro dotierten Platz erhielt der Förderverein des Burggymnasiums Altena e.V. Ausgezeichnet wurde der Verein für das Projekt „Spielraum am Hang / Bühne vor der Burgkulisse“ und dem Bau einer Theaterbühne, die an einem steilen Hanggrundstück mit Blick auf die Burg Altena gebaut werden soll. Über den mit 2.500 Euro dotierten 3. Platz konnte sich die Arche Lüdenscheid freuen. Der Verein mit seinen hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet Sterbende auf ihrem letzten Weg und steht auch den Angehörigen während des Sterbeprozesses und vor allem auch danach zur Seite.

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