2015 wiederholt gutes Geschäftsergebnis – Wechsel im Aufsichtsrat

Kundenvertrauen führt erneut zu Marktanteilsgewinn

Lüdenscheid / Neuenrade / südlicher MK / Marienheide, 01. Juli 2016 Am Mittwochabend informierten Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank im Märkischen Kreis eG im Rahmen der Vertreterversammlung über den Verlauf des Geschäftsjahres 2015. Trotz größer werdender Herausforderungen war 2015 ein gutes Geschäftsjahr. Die Dividende wurde in Höhe von 3 % beschlossen. Dieter Schauerte und Friedhelm Fürth verließen mit Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze nach jahrzehntelangem Engagement für die Bank den Aufsichtsrat.

Unter dem Motto „APPsolut Volksbank traditionell – innovativ“ stellten Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung im Neuenrader Kaisergarten den Jahresabschluss zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor. Vorstandssprecher Dommes charakterisierte es als Jahr größer werdender Herausforderungen, die er in den Bereichen Regulierungsflut von nationalen sowie EU-Aufsichtsbehörden, anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB und dem Themenkomplex Digitalisierung verortet. „Wir setzen bewusst auch für die Zukunft auf die Existenz unserer Filialen, müssen aber eben auch zur Kenntnis nehmen, dass viele Kunden einfache Bankgeschäfte zunehmend über unsere Online-Filiale abwickeln“. Damit stellte Dommes weiterhin das Bekenntnis zu den Standorten der Bank heraus, betont aber gleichzeitig die Dringlichkeit, digitale Angebote verstärkt in das Leistungsportfolio der Genossenschaftsbank zu integrieren.

Im Bericht des Vorstandes fand er außerdem klare Worte für die in Höchstgeschwindigkeit voran-schreitende aufsichtsrechtliche Regulierungswut im Finanzbereich und dem politisch gewollten Zinsniveau: „Wir müssen mittlerweile von einem Niedrigzinszustand sprechen, der in keinster Weise den gewünschten Wachstumseffekt in der Wirtschaft erzeugt. Vielmehr werden mittlerweile gefährliche Kollateralschäden und vollkommen absurde Auswirkungen in den Volkswirtschaften sichtbar: Kredite mit Negativzinsen an die öffentliche Hand führen zu vollkommen falschen Verschuldungsanreizen und die EZB kauft z.T. Unternehmensanleihen auf, um Investitionen anzuregen – ohne jede Wirkung. Dafür wird jedoch billigend in Kauf genommen, dass die Spareinlage des normalen Bürgers an Wert verliert und die Auswirkungen auf die private Altersvorsorge katastrophal sind.“

Für die Volksbank im Märkischen Kreis beschreibt Dommes einen anhaltenden Spagat zwischen steigendem regulatorischen Aufwand und rückläufigem Zinsertrag, der jedoch aufgrund anhaltendem Wachstum im Kundengeschäft und sinnvoller Kostenoptimierung weiterhin ein gutes Geschäftsergebnis der Volksbank zulässt:

Die Bilanzsumme der Bank stieg um 4,7 % auf 1,89 Mrd. Euro. Besonders erfreulich: Das Wachstum im Firmenkreditgeschäft fiel mit 9,3 % um das 5,5-fache, das des Baufinanzierungsgeschäftes mit 7,8 % um das 2,2-fache besser aus als das Marktwachstum. Damit wurden wiederholt Marktanteile im Kerngeschäft der Volksbank gewonnen.

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