Endspurt im SEPA-Zahlungsverkehr

IBAN ab 1. Februar 2016 auch für Privatkunden verbindlich

Märkischer Kreis, 14. Januar 2016 Ab dem 1. Februar 2016 ist die Nutzung der IBAN bei Überweisungen auch für Privatkunden verpflichtend. Somit endet im Januar 2016 die SEPA Übergangsfrist und Kontonummer und Bankleitzahl fallen weg. Gleichzeitig entfällt bis auf wenige Ausnahmen die zusätzliche Angabe des BIC. Die Volksbank im Märkischen Kreis informiert im Experteninterview mit Jan Zanger, Abteilungsdirektor Zahlungsverkehr und Außenhandel über die Änderungen:

Mit SEPA, dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, wurden unter anderem in Deutschland neue, europaweit einheitliche Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr implementiert. Diese gelten für Euro-Zahlungen in den 28 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen sowie Monaco, der Schweiz und San Marino.

Seit dem 1. Februar 2014 ist SEPA – also die Verwendung von IBAN und BIC für Überweisungen und Lastschriften – bereits für Firmen und Vereine Pflicht. Hier konnten Banken und Sparkassen bis zum 1. August 2014 in Einzelfällen noch Zahlungsaufträge im Altformat ausführen. Für Privatleute gilt der Übergangszeitraum für  Überweisungen mittels Kontonummer und Bankleitzahl bis zum 29. Januar 2016. Danach müssen zwingend alle Zahlungsaufträge generell im SEPA-Format, also mit IBAN und je nach Empfängerland auch mit BIC, erfasst werden.

Frage: „Können Sie noch einmal kurz erläutern, wofür SEPA eigentlich steht?“
Jan Zanger: „SEPA (Single Euro Payments Area) bezeichnet den einheitlichen Zahlungsverkehrsraum innerhalb Europas. Zu ihm gehören 34 europäische Länder, in denen Überweisungen und Lastschriften in Euro gleich abgewi-ckelt werden. Das macht den Zahlungsverkehr besonders einfach, denn es gibt keinen Unterschied mehr, ob Sie eine Zahlung von hier nach beispielsweise Hamburg oder aber in die Niederlande ausführen. Damit Geld schnell und sicher ankommt, benötigen die Konten in diesen Ländern einheitliche Bezeichnungen, also IBAN und BIC.“
Frage: „SEPA ist aktuell wieder ein Thema. Was ändert sich zum 1. Februar 2016?“
Jan Zanger: „Ab diesem Datum ersetzt die IBAN, also die neue internationale Kontonummer, endgültig unsere altbekannte Kontonummer und Bankleitzahl. Dies gilt dann auch verpflichtend für Privatpersonen, selbst dann, wenn nur innerhalb Deutschlands überwiesen werden soll.“
Frage: „Wie viel Mehraufwand bedeutet dies für Privatpersonen?“
Jan Zanger: „Viele Kunden nutzen bereits OnlineBanking. Die dort zur Verfügung stehenden Masken unterstützen natürlich die neuen Formate, so dass der Kunde kaum einen Mehraufwand spürt. Für Überweisungsbelege, die von Hand ausgefüllt werden, bedeutet dies, dass bei den Empfänger- und den Auftraggeberdaten die neu hinzugekommene Länderkennung DE, daran anschließend die zweistellige Prüfziffer sowie bei kurzen Kontonummern zur Auffüllung von Leerstellen mittig eine oder mehrere Nullen ergänzt werden müssen. Auch hier ist der Aufwand gering, wenn die Systematik klar ist.“
Frage: „Ist das Risiko sich zu verschreiben größer als bisher?“
Jan Zanger: „Aufgrund der höheren Anzahl der Ziffern, ist das Risiko sich zu verschreiben vielleicht etwas größer. Vor Ausführung der Zahlungen wird jedoch durch die Bank anhand der neuen Prüfziffer systemseitig festgestellt, ob die IBAN korrekt angegeben wurde.“
Frage: „Haben Sie noch einen Tipp zur Umstellung?“
Jan Zanger: „Grundsätzlich empfehlen wir immer, sich an die vorgeschlagene Schreibweise der IBAN in Viererblöcken zu halten. Dies macht das Ablesen deutlich einfacher: (z.B. DE12 3456 7890 1234 5678 90).“

SEPA betrifft also jeden: Auch Privatkunden dürfen ab dem 1. Februar 2016 nur noch SEPA-Überweisungen ausführen. Bei Fragen stehen Ihnen die Beraterinnen und Berater in den Geschäftsstellen gerne zur Verfügung.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Volksbank im Märkischen Kreis eG, Sauerfelder Straße 5, 58511 Lüdenscheid
Lavinia Heße (Direktorin Vertriebsmanagement)
Telefon: 02351 177-1750, E-Mail: lavinia.hesse@volksbank-im-mk.de