Marktanteile gewonnen – Kunden vertrauen genossenschaftlicher Finanzberatung

Volksbank wächst 2015 im Kredit- und Einlagengeschäft

Südlicher MK / Lüdenscheid, 28. Januar 2016 Die Volksbank im Märkischen Kreis ist im Geschäftsjahr 2015 sowohl im Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft gewachsen und hat damit ihre Marktposition wiederholt ausgebaut. Das Betriebsergebnis steht zwar weiterhin unter Druck aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, belässt aber einen guten Spielraum zur weiteren Stärkung der Reserven sowie eine attraktive Dividende. Mitglieder, Kunden und Externe bescheinigen der Volksbank eine anhaltend gute Beratungs- und Servicequalität.

„Unsere Wachstumsziele für 2015 waren ambitioniert geplant, die Resonanz unserer Mitglieder, Kunden und auch vieler Neukunden war sogar noch größer. Wir sind im gesamten bilanziellen Kundengeschäft deutlich stärker gewachsen, als der Markt“, fasst Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis, das zentrale Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres zusammen.

Das Kerngeschäft der Genossenschaftsbank – Einlagen hereinnehmen und Kredite herausgeben – wurde in 2015 weiter ausgebaut: Die Kundeneinlagen legten um knapp 3 % auf 1,38 Mrd. € zu. „Dies ist nach einem Vorjahr, in dem uns bereits 10 % mehr Einlagen anvertraut wurden, doppelt erfreulich“, merkt Dommes an. Der Trend zu täglich fälligen Einlagen ist dabei jedoch weiterhin ungebrochen: „Mittlerweile machen Gelder auf Girokonto, Tagesgeld und Co. einen Anteil von fast 63 % unserer gesamten Kundeneinlagen aus. 2010 waren dies noch nur knapp 50 %“, ergänzt Vorstandsmitglied Roland Krebs.

Viele Anleger signalisieren damit deutlich ihre Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung des Zinsniveaus und die „typisch deutsche“ Vorsicht gegenüber Wertpapieranlagen: Viele Gelder werden immer noch sehr kurzfristig angelegt, um bei einem potenziellen Anstieg der Zinsen sofort reagieren zu können. „Wir sehen aber derzeit keine Signale für einen Zinsanstieg, so dass wir weiterhin konsequent mit unseren Kunden über eine sinnvolle, gestreute Geldanlagestruktur sprechen“, so Dommes. Denn Renditen sind heute ohne längere Anlagelaufzeiten oder mit ein wenig kalkuliertem Risiko nicht mehr erzielbar.

Dommes: „Wir merken durchaus, dass eine gute Beratung dies unseren Kunden näher bringt: Es gab insbesondere im Jahr 2015 leichte Tendenzen zu mehr Wertpapieranlagen.“ So waren zum Beispiel Fondssparpläne stärker nachgefragt (+3,2 %) und die Depotvolumen legten performancebereinigt um 1,5 % zu. Insgesamt war 2015 ein Jahr für aktive Wertpapieranleger: Aufgrund der ausgeprägten Schwankungen an den Märkten im Jahresverlauf wurden deutlich mehr Umsätze in Wertpapieren getätigt (+35,9 %).

Das Kreditgeschäft stieg um knapp 8 % auf einen Höchststand von 1,16 Mrd. €. Hierbei waren sowohl das Firmenkundengeschäft als auch die Baufinanzierung Wachstumsstreiber: Neue Kredite wurden in einer Höhe von 411 Mio. € vergeben (+15,8 %), darunter 121 Mio. € an private Baufinanzierer und 290 Mio. € an den gewerblichen Mittelstand. Hierzu kommen weitere Kredite, die an Verbundpartner vermittelt wur-den. Krebs: „Die im Jahresverlauf 2015 verhaltener gewordene Investitionsstimmung im Mittelstand haben wir nur wenig gespürt: Wir konnten im gesamten Jahr eine Vielzahl von Investitionen begleiten. Dabei vertrauen sowohl langjährige Kunden als auch fast 100 Neukunden auf uns.“ Mit einem Plus von 9,8 % bei den gewerblichen Krediten wurde das bundesweite Marktwachstum um ein Vielfaches übertroffen.

Ähnlich positiv stellt sich die Nachfrage nach Baufinanzierungen dar: Auch hier liegt die Bank mit 7,8 % deutlich über dem Marktwachstum. Dies führt Dommes auf zwei Faktoren zurück: „Baufinanzierungen sind aufgrund des niedrigen Zinsniveaus weiterhin sehr interessant. Darüber hinaus ist unsere TÜV-zertifizierte Baufinanzierung aber auch zunehmend gefragt und wir erhalten viele Weiterempfehlungen. Allein 220 Neukunden haben wir im Jahr 2015 über die Baufinanzierung hinzugewonnen.“

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Volksbank weist einen Zinsüberschuss von 39,7 Mio. € aus, der leicht unter den Ergebnissen der Jahre 2013 und 2014 liegt. Grund dafür ist das bereits in der Vergangenheit viel zitierte Zinsniveau: „Hier zeigen sich klar die Auswirkungen des politisch gewollten niedrigen Zinsgefüges am Markt: Trotz der Ausweitung des bilanziellen Geschäftes in den vergangenen zwei Jahren stagniert das Zinsergebnis“, erläutert Dommes. Jedoch ist die Bank damit noch zufrieden: „Über Wachstum im Kundengeschäft lässt sich einiges auffangen und im Vergleich zu anderen Regionalbanken ist unser Zinsergebnis auf sehr gutem Niveau. Aber: Es wird immer schwieriger, mit klassischem Bankgeschäft Geld zu verdienen.“

Sehr erfolgreich ist die Volksbank weiterhin im Auslandsgeschäft: Mit der größten Auslandsabteilung direkt vor Ort finden Kunden für alle Finanzangelegenheiten im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und das dokumentäre Geschäft kompetente Ansprechpartner. Im Ergebnis stiegen die Aussenhandelserträge um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Wertpapiergeschäft (+5 %) sowie die Vermittlung von Immobilien (+1,5 %) waren 2015 ebenfalls stark nachgefragt.

Ihrer Rolle als Partner der Region ist die Volksbank im Märkischen Kreis im Jahr 2015 weiter vielfältig nachgekommen: Mit rund 260.000 € wurden Vereine unterstützt. Weitere Highlights: Das 125-jährige Jubiläum des ältesten Teils der Bank in Affeln wurde im Frühjahr mit vielen Mitgliedern gefeiert und im Rahmen von Mitgliederversammlungen trat die Genossenschaftsbank in direkten Dialog mit ihren Eigentümern. Besonders erfreute auch das Feedback von Kunden und Externen: Zum wiederholten Mal kürten Lüdenscheider Bürger die Volksbank  zum Servicesieger unter den Banken und der FocusMoney CityContest Lüdenscheid weist die Bank als beste Beratungsbank im Privatkundengeschäft aus. „Dieses vielfältige Feedback zeigt uns, dass wir mit unseren Aktivitäten und unserem Geschäftsmodell richtig unterwegs sind“, betont der Vorstand.

Aber es gilt, den Weg der Genossenschaftsbank weiter zukunftsgerichtet zu gestalten: Die Möglichkeiten der Digitalisierung des Bankgeschäftes müssen konsequent in das Angebot der Bank integriert werden. „Fast     90 % aller Transaktions- und Servicekontakte nehmen unsere Kunden bereits heute über digitale Wege vor. Das Beratungsgespräch ist hingegen insbesondere bei komplexen Finanzthemen weiterhin persönlich gefragt. Das bedeutet für uns im Kern: stärkere Vernetzung von Online- und Offline-Welt und konsequenter Ausbau der digitalen Kontaktwege, Basisberatungen und Abschlussmöglichkeiten für unsere Produkte.“

Hemmender Faktor bleibt weiterhin die Regulierungswut der Bankaufsichtsbehörden: Neben dem zuneh-menden Datenappetit der Bankenaufsicht sieht die Volksbank insbesondere durch aktuelle Planungen der europäischen Einlagensicherung den deutschen Bankkunden benachteiligt: „Aktuelle EU-Beschlüsse transferieren gut ausgestattete deutsche Einlagensicherungstöpfe auf eine europäische Ebene. Dagegen wehren wir uns massiv im Interesse unserer Mitglieder und Kunden.“

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Volksbank im Märkischen Kreis eG, Sauerfelder Straße 5, 58511 Lüdenscheid
Lavinia Hesse (Direktorin Vertriebsmanagement)
Telefon: 02351 177-1750, E-Mail: lavinia.hesse@volksbank-im-mk.de