Bilanzsumme auf Rekordhoch – Hohes Wachstum im Kundengeschäft

Volksbank baut 2014 Marktanteile aus

Südlicher MK / Lüdenscheid, 29. Januar 2015 Die Volksbank im Märkischen Kreis hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Die Bilanzsumme stieg auf ein Rekordniveau – insbesondere aufgrund erheblichen Wachstums im Kundengeschäft. Sowohl Einlagen als auch Kredite legten 2014 kräftig zu. Die Marktanteile im Kreditgeschäft wurden ausgebaut.

„Wir haben 2014 ein Top-Ergebnis im Kundengeschäft erzielt. Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Unsere konsequente Ausrichtung auf unsere Mitglieder und Kunden sind die Basis für unseren Erfolg“, eröffnete Karl-Michael Dommes, Sprecher des Vorstandes der größten Volksbank in Südwestfalen, die Bilanzpressekonferenz.

Nach einem Jahr, in dem Fusionsüberlegungen wieder zurückgestellt wurden, freut sich der Vorstand der Volksbank im Märkischen Kreis über ein so starkes Ergebnis der Bank. Insbesondere, da das ohnehin bereits niedrige Zinsumfeld der letzten Jahre noch herausfordernder geworden ist. Dommes: „Das Zinsniveau hat sich in 2014 noch einmal mehr als halbiert. Aktuell liegen wir sogar nur noch bei einem Drittel gegenüber Anfang 2014.“

Die Neukreditvergabe an Kunden beläuft sich auf rund 356 Mio. Euro und führt in der Bilanz zu einem Wachstum von 2,8 %. Trotz eher zurückhaltender Investitionstätigkeit von Unternehmen nahm die Neukreditvergabe an Firmenkunden zu. Firmenkundenvorstand Roland Krebs führt dies insbesondere auf die intensive Betreuung von Unternehmen zurück, die in den vergangenen zwei Jahren ausgebaut wurde: „Wir sind ganz nah an unseren Kunden und werden in finanziellen Anliegen mit ins Boot genommen. Und dies erfreulicherweise nicht nur im Kreditgeschäft, sondern zunehmend auch im Zahlungsverkehr, der Risikoabsicherung und der Mitarbeiterbindung – z.B. über betriebliche Altersvorsorge.“

Im Baufinanzierungsgeschäft sind die positiven Tendenzen sogar noch ausgeprägter. Inklusive vermittelter Darlehen wurde ein Neugeschäft in Höhe von rund 124 Mio. € erzielt, was einem Plus von 13 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dommes: „Mit dem im Frühjahr 2014 eröffneten „Haus der Immobilie“ am Lüdenscheider Sternplatz haben wir genau den richtigen Weg beschritten. Wir werden – und dies nicht nur in Lüdenscheid – verstärkt als Baufinanzierer wahrgenommen, gewinnen Neukunden und konsequent Marktanteile.“ Dieses Ergebnis wird noch durch ein Plus von 18 % in der Immobilienvermittlung abgerundet.

Während das Zinsniveau Finanzierungen tendenziell attraktiv macht, gilt im Einlagengeschäft eher Gegenteiliges: Die Zinsen auf klassische Bankeinlagen waren noch nie so niedrig wie heute. Umso stärker bewertet der Volksbank-Vorstand das Ergebnis im Einlagenbereich: „Die Kundengelder in der Bilanz stiegen um 9,8 % auf 1,341 Mrd. Euro.“ Dabei stehen weiterhin kurzfristige Anlagen wie Sichteinlagen und Tagesgelder im Vordergrund, aber auch Spareinlagen nahmen deutlich zu. In beiden Positionen verzeichnet die Volksbank ein Wachstum von 11 %.

Die Bilanzsumme der Bank beläuft sich Ende 2014 auf rund 1,811 Mrd. Euro und erreicht mit einem Plus von 8,9 % einen neuen Höchststand. Dommes betont: „Dieses Wachstum resultiert im Wesentlichen aus unserem Kerngeschäft mit Kunden und ist daher sehr erfreulich.“

Im Zinsüberschuss zeigen sich jedoch die Auswirkungen des Niedrigzinsniveaus: Hier musste die Volksbank einen Rückgang auf 38,6 Mio. € hinnehmen. „Dies sind Entwicklungen, die absehbar waren. Die politisch gewollten Zinsen sorgen für ein Abschmelzen des Ergebnisses, es sind nahezu keine Margen mehr im Einlagengeschäft zu erzielen.“ Um das Ergebnis der Bank müssen sich die über 39.100 Mitglieder der Bank jedoch nicht sorgen, so Dommes: „Es ist uns im Gegenzug gelungen, im Provisionsgeschäft wieder um 2,3 % zu wachsen. Und darüber hinaus haben wir rechtzeitig unsere Hausaufgaben im Kostenbereich begonnen. Über diese beiden Ergebnisse ist das niedrigere Zinsergebnis ausgeglichen.“ Stolz sei man auch darauf, dass das Risikoergebnis wiederholt sehr positiv ausfällt. „Wir haben die Risiken unseres Geschäftes absolut im Griff. Dies zeigen nicht nur die Ergebnisse der vergangenen Jahre, sondern auch externe Prüfungen.“ Der Bilanzgewinn wird damit leicht über Vorjahresniveau auslaufen und es ist erneut eine Dividendenzahlung in Höhe von 4 % angedacht.

Neben dem Zinsniveau, welches die Vorstände auch weiterhin anhaltend auf niedrigem Stand einschätzen, galt es weiteren Umfeldherausforderungen zu begegnen: Die demografische Entwicklung sowie die abnehmende Kundennutzung von Bankfilialen sind ein Dauerthema. Aber auch hierauf liefern die Vorstände Antworten. Dommes: „Mit Blick auf den demografischen Faktor freuen wir uns, dass es uns mit klaren Konzepten gelingt, junge Kunden in der Region zu gewinnen. Im letzten Jahr stieg unsere Kundenanzahl im Alter von 0 bis 27 Jahre um rund 5 %.“ Und auch wenn die Kunden die Filiale für Serviceleistungen um 28 % weniger in Anspruch nehmen als noch 2010, stehen die Vorstände klar zum Filialnetz von derzeit 19 Standorten. „Das Internet wird auch bei uns zunehmend zu einer zusätzlichen Filiale und schon heute intensiv genutzt. Und unsere heutigen Filialen werden sich sicherlich strukturell verändern. Das Beispiel „Haus der Immobilie“ zeigt, dass moderne Konzepte gefragt sind, die im Kern auf Beratungen ausgelegt sind. Aber wir sehen auch weiterhin den Filialvertrieb als Erfolgsfaktor für unser Geschäft“, fasst Dommes zusammen.

Zum weiteren Dauerthema der steigenden regulatorischen Anforderungen an Banken geben die Vorstände zu verstehen, dass man weiterhin erheblich an die Verantwortlichen in der EU appellieren müsse, nicht alle Banken in einen Topf zu werfen. Zwar unterstehe man nicht direkt der neuen europäischen Bankenaufsicht, die 2014 ihre Tätigkeit aufgenommen habe. Man habe aber zunehmend mit exzessiven Meldepflichten und einer unangemessenen Beteiligung am europäischen Restrukturierungsfonds zu kämpfen. „All dies kostet uns viel Geld, das anderweitig besser eingesetzt wäre.“

Die zunehmenden Verbraucherschutzanforderungen hingegen sehen die Verantwortlichen durchaus auch positiv, sofern sie mit angemessenem Augenmaß erfolgen. Dommes: „Unser Augenmerk liegt in der Beratung traditionell auf dem Bedarf des Kunden. Das ist unser Kerngeschäft. Hierzu haben wir viele Projekte in der Umsetzung, die die Beratungsqualität stark in den Fokus stellen. Und in 2014 haben wir die Auszeichnung „Beste Beratung in Lüdenscheid“ des Institutes für Vermögensaufbau erhalten, was uns darin bestätigt, genau den richtigen Weg zu gehen.“ Dies werde auch für 2015 einen zentralen Punkt der strategischen Aktivitäten ausmachen.

Ihr regionales Engagement jenseits von Finanzgeschäften unterstreicht die Bank über erneut umfangreiche Spenden und Sponsorings in Höhe von 260 T€. Insbesondere für Mitglieder der Bank war darüber hinaus das erste Mitgliederkonzert in der ausverkauften Balver Höhle im Frühjahr ein Highlight. In 2015 steht ein weiterer Höhepunkt an: Der älteste Teil der Genossenschaftsbank – die Geschäftsstelle Neuenrade-Affeln – feiert im April 125-jähriges Bestehen.

 

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