Konsequente Kundenorientierung: Volksbank wächst nachhaltig im Kundengeschäft

Bilanz-Pressekonferenz 2014

Lüdenscheid, 30. Januar 2014    Die größte Volksbank in Südwestfalen zieht eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2013: Wachstum im Einlagengeschäft und besonders markantes Wachstum im Kreditgeschäft zeichnen das Jahr aus. Zentrale Beratungsanforderung war das anhaltende Niedrigzinsniveau. Die Vorbereitungen für S€PA wurden umfangreich begleitet. Mit drei neuen SB-Standorten baut die Bank ihre Präsenz aus.

„Wir konnten im Kundengeschäft ein Wachstum noch oberhalb des Vorjahresergebnisses erreichen und sind mit unserem Kerngeschäft sehr zufrieden“, eröffnete Karl-Michael Dommes – Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis – die diesjährige Bilanzpressekonferenz. Trotz anhaltend niedrigem Zinsniveau nahmen die Kundeneinlagen um knapp 2 % zu, die Kredite an Kunden erreichten mit 5 % ein Rekordwachstum. Als zentralen Grund sieht die Volksbank hierfür insbesondere eine nachhaltige und individuelle Kundenbegleitung. Und auch das Ergebnis stimmt positiv: Trotz leichtem Rückgang des Provisionsgeschäftes legte der Zinsüberschuss um 3,5 % zu. Die Bilanzsumme entwickelte sich mit einem Plus von knapp 5 % erfreulich positiv auf 1,66 Mrd. Euro.

„Das historisch und anhaltend niedrige Zinsniveau zieht sich wie ein roter Faden durch unser Geschäftsjahr 2013“, beschreibt Dommes das markanteste Rahmendatum. Für das Einlagengeschäft schuf es weiterhin einen dämpfenden Rahmen. Trotzdem konnten die Kundeneinlagen um knapp 2 % zulegen. Positiv entwickelten sich vor allem kurzfristige Anlagen (+ 6,5 %) und – wenn auch nur mit leichtem Wachstum – Spareinlagen (+ 0,5 %). „Anlagen mit längeren Laufzeiten hingegen waren weniger nachgefragt“, ergänzt Dommes. Er betont jedoch in diesem Zusammenhang klar: „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass das niedrige Zinsniveau sich in absehbarer Zeit wieder ändern wird. Deshalb ist es zur Vermeidung von realen Vermögensverlusten so wichtig wie selten zuvor, kurze und mittelfristige Anlagemöglichkeiten strukturiert zu nutzen.“ Die Volksbank hat im Jahr 2013 hier einen klaren Beratungsschwerpunkt festgestellt und sieht es auch für das Jahr 2014 als einen wesentlichen Auftrag, Kunden aktiv in diesem schwierigen Zinsumfeld zu begleiten.

Für das Kreditgeschäft ist das Zinsniveau hingegen ein positiver Treiber: Die Ausleihungen an Kunden legten um insgesamt 5 % auf 1,045 Mrd. € zu. Dommes: „Damit konnten wir - unserem konsequenten Kerngeschäft entsprechend – knapp 86 % unserer Kundeneinlagen dazu verwenden, Kredite an heimische Unternehmen und Privatkunden herausgeben.“ Das Neugeschäft wuchs gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % auf insgesamt 343,2 Mio. €. „Insbesondere im Firmenkundengeschäft waren wir als Kreditpartner sehr gefragt und sind – entgegen dem Trend in NRW gesamt – deutlich gewachsen“, hebt Roland Krebs – Firmenkundenvorstand – hervor. Während die Ausleihungen an Unternehmen in NRW insgesamt zurückgegangen sind, nahm das bilanzielle Neugeschäft bei der Volksbank um 10,2 % auf knapp 248 Mio. € zu. „Hierzu hat auch unsere mittlerweile anerkannte Expertise im Fördermittelgeschäft erheblich beigetragen“, ergänzt Krebs. 

Auch das Baufinanzierungsangebot der Volksbank wurde rege in Anspruch genommen: Das Ergebnis des Vorjahrs wurde zwar nicht ganz erreicht, aber das Niveau war mit 106 Mio. € weiterhin hoch. Ebenso konnte die Anzahl der vermittelten Immobilien bei hohen 110 Objekten gehalten werden. „Wir sehen weiterhin im Finanzierungsgeschäft rund um die Immobilie eine nachhaltige Nachfrage und haben uns deshalb dazu entschieden, dieses Geschäftsfeld mit einem eigenen neuen Standort in Lüdenscheid auszubauen“, kündigt Dommes die in den nächsten Monaten geplante Eröffnung eines Baufinanzierungs- und Immobiliencenters am Lüdenscheider Sternplatz an. Dies wird nach drei SB-Shops insgesamt die vierte Standorterweiterung der Volksbank in Lüdenscheid seit 2011. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr durften sich die Kunden der Bank bereits über zwei neue SB-Standorte in Lüdenscheid freuen: an der Buckesfelder Straße und im Fachmarktzentrum Schlittenbach.

Darüber hinaus war und ist die Volksbank auch an anderen Standorten aktiv: In 2013 wurde ein SB-Shop in Neuenrade neu eröffnet und der SB-Shop in Altena-Evingsen ist in neue Räume umgezogen. Für 2014 sind umfangreiche Umbauten in der Hauptstraße in Meinerzhagen geplant. Auch die Geschäftsstelle Valbert soll ein neues Gesicht erhalten – ebenso wie der rückwärtige Eingang der Geschäftsstelle in Neuenrade. Dommes betont: „Diese Investitionen in unseren Hauptvertriebsweg sehen wir in zweierlei Hinsicht eng mit unserem Ergebnis verknüpft: Zum einen sind wir fest davon überzeugt, dass unsere räumliche Nähe einen zentralen Erfolgsbaustein darstellt. Und zum anderen sind wir durch ein gutes Ergebnis dazu in der Lage, nachhaltig und sinnvoll in diesen Erfolgsbaustein – unser Geschäftsstellennetz – zu investieren.“

So hat die Volksbank auch zum Jahresergebnis Positives zu berichten: Das Zinsergebnis konnte dank nachhaltiger Konditionenpolitik um 3,5 % auf 39,7 Mio. € ausgeweitet werden. Damit wurde der leichte Rückgang des Provisionsergebnisses auf 11,24 Mio. € deutlich überkompensiert. In Summe wird ein Bilanzgewinn von 3,2 Mio. € (+3,2 %) zur umfangreichen Rücklagenbildung und zu einer attraktiven Dividende führen können. „Vorbehaltlich der Zustimmung unseres Aufsichtsrates und natürlich unserer Vertreterversammlung planen wir, 4 % Dividende, also rund 1,22 Mio. €, an unsere Mitglieder auszuschütten.“ Weiterhin wurden zusätzlich 351 T€ für Spenden und Sponsorings zu Gunsten einer Vielzahl regionaler Vereine und Projekte in 2013 bereitgestellt.

Und auch in Punkto Mitgliederentwicklung berichtet die Bank Positives: Mit einem Plus von 2.173 neuen Mitgliedern wurde erstmals die Marke von 39.000 regionalen Bankeigentümern um genau zwei überschritten. Für den Vorstand der Bank ein eindeutiges Signal für das Kundenvertrauen in das genossenschaftliche Geschäftsmodell, welches noch vor wenigen Wochen in der Berichterstattung zu Jahresbeginn ungewöhnlich kritisch im Fokus stand: „Dem Ergebnis einer Studie zufolge sei das Geschäftsmodell der Regionalbanken aufgrund des niedrigen Zinsniveaus besonders gefährdet. Diesem Statement stimmen wir so ganz klar nicht zu“, stellt Dommes heraus. Natürlich nehme das Zinsniveau derzeit ungewöhnlich stark Einfluss auf die Haupteinnahmequelle der Bank – die Differenz aus Einlagen- und Kreditzinsen. Und auch der Wettbewerb durch Auslands- und Direktbanken sowie der Kostendruck durch zunehmende regulatorische Anforderungen tragen dazu bei, dass die Herausforderungen für die Bank in Zukunft vielfältig bleiben. „Wir haben jedoch Risiken sehr genau im Blick und sind sicher, so gut aufgestellt zu sein, dass wir unser Geschäftsmodell passend weiterentwickeln können, ohne die genossenschaftliche Art in Frage stellen zu müssen“ betonen die Vorstände einhellig.

Der Blick auf die ganz kurzfristig anstehenden Herausforderungen durch die S€PA-Umstellung zum 1. Februar 2014 fällt aktuell entspannt aus: „Wir haben unsere Kunden durch eine Vielzahl von Beratungsgesprächen und Veranstaltungen sowie Checklisten umfangreich vorbereitet“, so Krebs. Die Volksbank wird daher Ende dieser Woche wie geplant die technische Umstellung durchführen. Die von der EU angekündigte Verlängerung der Frist, in der parallel auch weiterhin für Unternehmen Inlandszahlungsverkehr möglich sein soll, wird die Bank voraussichtlich nur im Einzelfall berühren: „Natürlich werden wir für Kunden, die die Umstellung nicht rechtzeitig abschließen werden, eine Lösung finden.“ Krebs betont dabei aber klar, dass diese nur nach individueller Absprache mit der Bank genutzt werden können. „Inlandszahlungsverkehr wird für Unternehmen ab dem 1. Februar nur nach Rücksprache mit uns möglich sein.“

 

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Volksbank im Märkischen Kreis eG, Sauerfelder Straße 5, 58511 Lüdenscheid