Volksbank-Vertreterversammlung tagte in Meinerzhagen

Dank gutem Wachstum 4 % Dividende an die Mitglieder

Lüdenscheid, 26. Juni 2014 Die Volksbank im Märkischen Kreis hat über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zu berichten. Mit einer Dividende von 4% werden die Mitglieder am Erfolg der Bank beteiligt. Jahresabschluss und Ergebnisverwendung wurden im Rahmen der Vertreterversammlung am Dienstag in der Meinerzhagener Stadthalle einstimmig beschlossen.

„Wer solide wachsen will, braucht ein festes Fundament. Und das haben wir dank des Vertrauens, dass unsere über 39.000 Mitglieder und über 88.000 Kunden in unsere starke Genossenschaftsbank setzen“, eröffnete Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank, den Bericht des Vorstandes auf der diesjährigen ordentlichen Vertreterversammlung. Rund 200 Vertreter und Gäste folgten den Ausführungen des Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Schauerte und des Vorstandes zu den Entwicklungen und dem Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres.

Dabei verwies Dommes vor allem auf die genossenschaftliche Geschäftsphilosophie als Erfolgsfaktor. Nach der Finanzmarktkrise habe sich die gesamte Bankengruppe – darunter auch die Volksbank im Märkischen Kreis – überdurchschnittlich gut entwickelt und als verlässlicher Partner erwiesen. Trotzdem werde die Volksbank anhaltend mit neuen bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen konfrontiert, obwohl die Genossenschaftsbanken in keinster Weise Verursacher der Krise waren. Als weitere Herausforderungen nannte Dommes die Entwicklungen des demografischen Wandels, die abnehmende Inanspruchnahme des Filialnetzes durch verändertes Kundenverhalten und das anhaltend niedrige Zinsniveau. Auf diese Aspekte müsse man insbesondere mit Blick in die Zukunft genau schauen.

Trotz der Herausforderungen präsentierte der Vorstand ein erfolgreiches Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013: Das Kreditgeschäft mit Kunden wuchs um 5% auf 1,045 Mrd. Euro und überschritt damit erstmals die Milliardengrenze. Die Kundeneinlagen legten trotz niedriger Zinsen um 1,9 % auf 1,221 Mrd. Euro zu. Um ganze 7,5 % erhöhten sich die Kundengelder, die der Volksbank außerhalb der Bilanz anvertraut wurden, z.B. Anlagen in Wertpapieren, Bausparen oder Versicherungen. Die Bilanzsumme stieg um 4,9 % auf 1,663 Mrd. Euro.

Insbesondere aufgrund des Wachstums im Kundengeschäft konnte das Zinsergebnis um 4,5 % auf 40,1 Mio. Euro gesteigert werden. Der Provisionsüberschuss blieb nur leicht unter dem Vorjahresniveau zurück (-2,5 %). Der Personalaufwand stieg um 4,5 % - insbesondere aufgrund von Einmaleffekten - während die Verwaltungsaufwendungen um 4,4 % zurückgingen. In Summe weist die Bank einen Jahresüberschuss mit 3,213 Mio. € leicht über dem Vorjahresergebnis aus. Hieraus werden zum einen die Reserven gestärkt, zum anderen werden 1,224 Mio. Euro als Dividende an die Mitglieder ausgezahlt.

Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter honorierten dieses wiederholt gute Ergebnis ihrer Volksbank mit einstimmiger Zustimmung zur Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie zum Jahresabschluss und zur Ergebnisverwendung.

Darüber hinaus gibt es Veränderungen im Aufsichtsrat: Der Valberter Hans Erich Schmidt schied in der Vertreterversammlung aus persönlichen Gründen aus dem Aufsichtsgremium aus. Vorsitzender Schauerte bedanke sich ausführlich für die fast 20-jährige Aufsichtsratstätigkeit von Hans Erich Schmidt, der seine Aufgaben im Gremium immer verlässlich und mit hohem Engagement wahrgenommen hat. Hierfür wurde er bereits im Jahr 2010 mit der Ehrenurkunde vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband ausgezeichnet.  Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Jörg Kohlhage und Lothar Mund wurden im Anschluss einstimmig wiedergewählt. Ebenso wählte die Vertreterversammlung einen 13-köpfigen Wahlausschuss mit Mitgliedern aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Volksbank, der die im kommenden Frühjahr anstehende Neuwahl der Vertreterversammlung vorbereiten wird.

Abschließend berichtete Dommes den Vertretern über den aktuellen Sachstand zu den Fusionsüberlegungen mit der Märkischen Bank eG, die die Volksbank Anfang April bekannt gegeben hatte. Bisher durchgeführte Analysen und Machbarkeitsstudien haben ergeben, dass das Vorhaben betriebswirtschaftlich sehr sinnvoll sei. Dommes betont aber nachdrücklich: „Uns ist nicht Größe, sondern die Beibehaltung der Nähe vor Ort wichtig. Hierauf legen wir bei unseren Überlegungen ein besonderes Augenmerk.“ So denke man über so genannte Regionalbeiräte aus dem Mitgliederkreis nach, die zusätzlich zu regional verantwortlichen Vorständen und Führungskräften ein „Ohr auf der lokalen Ebene auf die Schienen legen“ sollen. Ebenso stünden keine Geschäftsstellen zur Disposition und fusionsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen. Dommes: „Die Größe würde uns aber dabei helfen, die zukünftigen Herausforderungen besser zu bewältigen. Es ist unser Ziel, uns mit diesem Vorteil anhaltend stark auf die regionale Nähe zu fokussieren.“ Und er betonte deutlich: „Wir befinden uns in einem Stadium, in dem wir erste Schritte gemacht haben. Aber erst die zeitnah beginnenden Projektarbeiten werden zeigen, ob wir auch im Detail zusammenfinden.“ Die Fusion sei damit eine attraktive Option, die derzeit intensiv geprüft würde, es ist jedoch noch keine Entscheidung gefallen. Für den Herbst kündigt die Volksbank detaillierte Informationsabende für die Mitgliedervertreter im gesamten Geschäftsgebiet der Bank an.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Volksbank im Märkischen Kreis eG, Sauerfelder Straße 5, 58511 Lüdenscheid
Lavinia Heße (Direktorin Vertriebsmanagement)
Telefon: 02351 177-1750, E-Mail: lavinia.hesse@volksbank-im-mk.de