Wertpapierspezialistin Charlene Becker

Geld muss arbeiten - so lautet eine alte Weisheit, die auch in Zeiten von niedrigen Zinsen nicht an Bedeutung verloren hat. Es muss ja nicht immer die große Spekulation an der Börse sein, auch kleine Investitionen lohnen sich. Besonders wichtig ist eine gute Beratung im Vorfeld. Charlene Becker ist Wertpapierspezialistin in unserem Wertpapierhandel in Lüdenscheid und stellt sich heute den Fragen unserer Serie "V persönlich".

Frau Becker, wie würden Sie einem Außenstehenden erklären, worin die Aufgaben einer Wertpapierspezialistin bestehen?

Becker: Wir betreuen unsere Kunden im spezialisierten Wertpapiergeschäft, denn das Anlagespektrum geht weit über die klassischen Anlageformen hinaus. Kunden, die ihr Geld in Aktien-Direktanlagen, Renten, Zertifikaten, Investmentfonds, Exchange Traded Funds (ETF), geschlossenen Beteiligungen oder Termingeschäften anlegen möchten, sind bei uns richtig aufgehoben. Wir sind ganz eng dran an den Geschehnissen der Börse und den Kapitalmärkten. Im Fokus steht dabei die optimale Vermögens-strukturierung für unsere Kunden.

Für wen lohnt sich die Geldanlage an der Börse? Oder anders gefragt: Gibt es ein Mindestbudget, das Anleger mitbringen müssen?

Becker: Da wir uns seit einiger Zeit in einem Niedrigzinsumfeld befinden und auch nicht absehbar ist, wann Sparanlagen wieder eine vernünftige Rendite abwerfen, sind wir derzeit besonders gefordert.
Es gibt jedoch kein Mindestbudget, das man benötigt, um an der Wertentwicklung von Aktien oder anderen Vermögensklassen teilhaben zu können. Mit einem Sparplan bei Union Investment kann man beispielsweise schon ab 25 Euro monatlich in verschiedene Fonds investieren. Somit sind Fondssparpläne eine sehr gute Möglichkeit, um aus einem monatlich überschaubaren Betrag langfristig eine ordentliche Summe zu erwirtschaften. Je früher man damit anfängt, umso besser.

Somit lohnt sich die Anlage an der Börse für jeden, der einen langfristigen Anlagehorizont hat und gewisse Schwankungen in seinem Portfolio aushalten kann. Denn auf lange Sicht lassen sich mit Aktien wirklich die besten Renditen erwirtschaften.
Je größer aber das Vermögen ist, desto wichtiger ist eine ausgewogene Streuung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, Länder, Branchen und auch Währungen, um je nach Risikoneigung eine angemessene Rendite erzielen zu können. Genau hier sind wir Spezialisten gefragt!

Was macht Ihnen bei Ihren Beruf am meisten Spaß?

Becker: An meinem Beruf macht mir am meisten Spaß, dass er so abwechslungsreich und spannend ist, da uns die Märkte ständig mit neuen Rahmenbedingungen konfrontieren. Täglich werden wir vor neue Herausforderungen gestellt und daher gleicht kein Tag dem anderen. Wichtig ist, dass wir uns kontinuierlich zu aktuellen Ereignissen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Börsen informieren. Deshalb ist auch die Arbeit im Team für uns unverzichtbar, da wir uns ständig untereinander austauschen. Zudem schätze ich den engen und persönlichen Kontakt zu unseren Kunden sehr. Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen intensiv an ihren Depotstrukturen und gehen dabei individuell auf ihre Anlagementalitäten und Wünsche ein. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist hier die Basis.