Spezialist erneuerbare Energien

Der Stromverbrauch in unserer Hauptstelle in Lüdenscheid wird demnächst auch über unsere neue Photovoltaikanlage auf unserem Dach gespeist. In den vergangenen Jahren haben wir außerdem auch viele Kunden bei Investitionen in erneuerbare Energie-Systeme begleitet. Unser Kollege Holger Fischer ist dabei als Spezialist für Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen ganz nah dran - und beantwortet uns im Rahmen unserer Serie "V persönlich" ein paar Fragen:

Herr Fischer, welche Erfahrungen haben Sie in der Vergangenheit bei der Begleitung unserer Kunden - insbesondere im gewerblichen Bereich - zum Thema Photovoltaik gemacht?

Fischer: Wir haben in den vergangenen Jahren ca. 100 Kunden bei deren Investition in Photovoltaikanlagen begleitet. Mit diesen Anlagen werden ca. 5 Mio. KWh pro Jahr produziert. Dies entspricht einem jährlichen Strombedarf von rund 1.000 4-Personen-Haushalten.

Welchen Stellenwert hat das Thema Photovoltaik aktuell bei Privatpersonen und Unternehmen?

Fischer: Die große Nachfrage, die es noch vor einigen Jahren diesbezüglich gab, ist aktuell aufgrund der reduzierten Einspeisevergütung deutlich abgeklungen. Denn eine solche Anlage erfordert eine Investition, die sich rechnen muss. Bei einer reinen Einspeisung von Strom in das Netz ist eine solche Investition aktuell nur sehr selten lukrativ. Allerdings werden unserer Einschätzung nach moderne Speichermedien, die den produzierten Strom zur Eigennutzung deutlich aufwerten, diese Situation wieder verändern. Es gibt bereits interessante Lösungen am Markt. Und wenn diese Entwicklung so weitergeht, kann das Thema Photovoltaik wieder eine ganz neue Dynamik erhalten.

Wie haben wir bisher Kunden zu diesem Thema begleitet und worauf kommt es im Beratungsgespräch dabei besonders an?

Fischer: Wir sind als Bank regelmäßig gefragt, wenn es um die Finanzierung geht. Dazu haben wir sukzessive auch Know-how aufgebaut, um beurteilen zu können, ob eine Maßnahme in den Eckdaten stimmig ist. Darüber hinaus liegt unsere Kernkompetenz darin, ein passendes Finanzierungskonzept zur Verfügung zu stellen, das insbesondere die Möglichkeiten berücksichtigt, auf öffentliche Finanzierungsprogramme und Zuschüsse zuzugreifen.


Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, erneuerbare Energien für sich zu nutzen: Wie packt man das Thema am besten an?

Fischer: Es ist z.B. wichtig zu prüfen, ob das Dach die richtige Ausrichtung und Neigung hat und dass keine Verschattung durch Bäume oder andere Objekte gegeben ist. Darüber hinaus ist es wichtig ein so genanntes "Lastprofil" zu erstellen, also den möglichen Eigenstrombedarf zu errechnen. Eine erste Einschätzung zur Eignung der eigenen Dachfläche für Immobilien im Märkischen Kreis kann sich beispielsweise jeder kostenlos online unter http://www.maerkischer-kreis.de/der-kreis/Solardachkataster.php abrufen. Danach ist gute Beratung durch z.B. Installateure, Energieberater oder auch die Anbieter der Photovoltaikanlagen selbst gefragt. Diese Experten vermessen die Fläche vor Ort, geben eine Empfehlung zu einer geeigneten Anlage und deren Aufbau ab und erstellen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.