Abteilung Außenhandel

Außenhandel? Das traut man einer Volksbank vielleicht gar nicht zu. Aber die Volksbank im Märkischen Kreis eG hat in der Tat eine der größten eigenen Auslandsabteilungen in unserer Region. Frank Theis, seit vielen Jahren Spezialist in diesem Team, stellt sich unseren Fragen:

Herr Theis, was genau macht ein Spezialist im Außenhandel der Volksbank im Märkischen Kreis?

Theis: Trotz der regionalen Ausrichtung unserer Bank sind viele unserer mittelständischen Kunden im internationalen Geschäft sehr aktiv. Aufgrund der großen Innovationskraft der Unternehmen im südwestfälischen und oberbergischen Raum und der hohen Qualität der Produkte exportieren viele Betriebe ihre Erzeugnisse in alle Erdteile. Andere nutzen weltweite Bezugsquellen, um durch Zukauf benötigter Rohstoffe, Materialien oder von Handelsgütern ihr Angebot zu optimieren.

Wir begleiten unsere Kundschaft bei ihren internationalen Aktivitäten und bieten in allen Bereichen Lösungen an.

Welchen Service und welche Vorteile bieten Sie unseren Mitgliedern und Kunden?

Theis: Unser Service beginnt mit der Durchführung des Auslandszahlungsverkehrs. Eingehende wie ausgehende Überweisungen außerhalb des S€PA-Raums und in Fremdwährung werden von uns bearbeitet. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kundschaft bei Zahlungsabsicherungen durch dokumentäre Instrumente wie beispielsweise das Dokumentenakkreditiv oder das Dokumenteninkasso.

Da unsere Kunden von ihren ausländischen Abnehmern immer wieder mit dem Wunsch nach längeren Zahlungszielen konfrontiert werden, versuchen wir hierfür schlanke und kostengünstige sowie bilanzschonende Finanzierungsmöglichkeiten darzustellen.

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Unterstützung unserer Kunden bei ihrem Fremdwährungsgeschäft. Häufig wird von internationalen Abnehmern oder Lieferanten die Anforderung gestellt, dass in der dortigen Landeswährung fakturiert wird. Um sich keine Geschäftsmöglichkeiten zu verbauen oder Nachteile bei Preisverhandlungen zu haben, sollten sich unsere Kunden dem nicht grundsätzlich verschließen. Wichtig ist, die daraus resultierenden Kursänderungsrisiken mit geeigneten Maßnahmen auszuschließen. Hier sind wir gefragt und zeigen unterschiedliche Wege auf.

Als besondere Stärke unseres Hauses im Auslandsgeschäft sehe ich, dass wir Lösungen zu allen Themen aus einer Hand anbieten. Die Bearbeitung eines Dokumentenakkreditivs oder –inkassos unter Einbeziehung einer zugehörigen Devisenabsicherung bis hin zum daraus resultierenden Zahlungsvorgang wird bei uns über einen Schreibtisch abgewickelt. Zudem gibt es bei notwendigen Regelungen beispielsweise bei Kreditfragen den ganz kurzen Weg zum Kundenbetreuer und zur hausinternen Kreditabteilung.

Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrem Beruf?


Theis: Das spannende im Auslandsgeschäft ist für mich, dass kein Tag wie der andere ist. Immer wieder wird unser Bereich vor neue Fragen gestellt, zu denen individuelle Lösungen gefunden werden wollen. Dabei freuen wir uns, wenn wir von unseren Kunden möglichst frühzeitig in ihre Projekte eingebunden werden, um mögliche Fehler bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Spaß macht insbesondere die Arbeit im derzeit dreiköpfigen Auslandsteam, das innerhalb der für alle Sparten des Zahlungsverkehrs zuständigen Abteilung „Payments“ bankintern bestens vernetzt ist. Mit dem Rückhalt der Spezialinstitute der genossenschaftlichen Bankengruppe – deren hervorragende Bonität sich mittlerweile übrigens auch im internationalen Bankgeschäft rumgesprochen hat – freue ich mich, täglich zum Erfolg unserer Kunden in deren internationalem Geschäft beitragen zu können.