Optionen

Optionen sind so genannte derivate Finanzinstrumente. Das heißt, ihr Preis wird aus dem Preis der zugrunde liegenden Werte abgeleitet. Sie ermöglichen ein effizientes und kostengünstiges Risikomanagement.

Risikotransfer und Renditesteigerung

Der Hauptnutzen derivater Instrumente liegt darin, dass sie einen Transfer von Risiken ermöglichen. Marktteilnehmer haben häufig unterschiedliche Einschätzungen der Risiken. Ein Investor möchte zum Beispiel Verluste seinen Aktienportfolios vermeiden, während ein risikobereiter Marktteilnehmer bewusst zusätzliche Risiken aus sich nehmen will, um mit einer richtigen Prognose der Marktentwicklung Gewinnchancen wahrzunehmen.

Mit Hilfe von Optionen kann ein Investor unerwünschte Risiken auf andere Marktteilnehmer mit entsprechender Risikopräferenz übertragen.

Was sind Optionen - ein Beispiel

Eine Option ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien. Der Käufer einer Option erwirbt gegen Zahlung des Optionspreises (der Prämie) - das Recht, beispielsweise...

    Beispiel
... ein bestimmtes (Finanz-) Instrument --> Basiswert Nestlé-Aktie
... in festgelegter Menge --> Kontraktgröße 10 Aktien
... an oder bis zu einem festgelegten Zeitpunkt --> letzter Handelstag 20.12.2012
... zu einem im Voraus bestimmten Preis --> Ausübungspreis CHF 360
... zu kaufen --> Kaufoption = Call
... zu verkaufen --> Verkaufsoption = Put

Der Verkäufer (Stillhalter, Schreiber) übernimmt die Verpflichtung, den Basiswert zum festgelegten Ausübungspreis zu verkaufen (Call) beziehungsweise zu kaufen (Put), sofern der Käufer sein Recht in Anspruch nimmt - also seine Option ausübt.

Als Gegenleistung erhält er den vom Optionskäufer bezahlten Optionspreis. Je nachdem, ob es sich um Optionen des amerikanischen oder des europäischen Typs handelt, kann der Optionskäufer sein Recht an jedem Börsentag vor Verfall (amerikanische Option) oder nur am letzten Handelstag (europäische Option) ausüben.